Quelle: Bild Statista 2021

 

Die Immobilienpreise sind in den vergangenen Jahren bundesweit gestiegen. Dies zeigt auch der vorliegende Häuserpreisindex des Statistischen Bundesamtes, welcher ausgehend vom Jahr 2015 (Index = 100) in 2020 bei etwa 138,2 Punkten lag. Somit haben die Preise gegenüber dem Basisjahr 2015 um 38,2 Prozent zugenommen.


Dennoch zeigen sich regionale Unterschiede bei der Immobilienpreisentwicklung. Speziell in den deutschen Großstädten stiegen die Wohnungspreise auffällig stark an. An den Wohnungspreisen in der bayerischen Landeshauptstadt München lässt sich dieser Trend besonders gut ablesen.

Welches sind die Gründe für steigende Immobilienpreise?

Ein Grund für die stetig steigenden Immobilienpreise ist die starke Nachfrage bei gleichzeitig geringem Angebot. In Deutschland wird zwar viel gebaut, und doch reicht es nicht, um den Bedarf an Wohnungen bzw. Wohngebäuden zu decken. Durch den Mangel an Wohnraum herrscht vor allem in den Ballungsräumen Wohnungsnot, was sowohl zu steigenden Mieten als auch zu Preissteigerungen bei Kaufimmobilien führt.


Auch der Mangel an Bauland kann als einer der Gründe für die Preisentwicklung auf dem deutschen Immobilienmarkt aufgeführt werden. Jahr 2019 kostete ein Quadratmeter baureifes Land in Deutschland durchschnittlich rund 190 Euro. Fünfzehn Jahre zuvor waren es noch um die 100 Euro für den Quadratmeter. Knappes Bauland wird teurer und sorgt damit auch für insgesamt steigende Immobilienpreise.


Des Weiteren führt die derzeitige Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank ebenfalls zu einem Anstieg der Immobilienpreise. Einerseits macht diese die Finanzierung von Immobilien zwar günstiger, sie bedingt aber auch, dass durch niedrige Zinsen andere Anlagemöglichkeiten weniger attraktiv werden. Als Folge wird mehr in Immobilien investiert und die Preise am Immobilienmarkt nehmen durch die gesteigerte Nachfrage zu.

 

 

Quelle: Text und Bild Statista 2021

 

Seit nunmehr etwa einem Jahrzehnt schnellen die Immobilienpreise in Deutschland nahezu ungebremst in die Höhe. Besonders stark verlief die Preisrallye bei Wohnimmobilien in den letzten sechs Jahren. Im letzten Jahr schien jedoch der Scheitelpunkt der Preiskurve erreicht.

 

Wohnimmobilien stellen einen speziellen Markt dar, in dem sich Auswirkungen größerer Ereignisse, wie einer Pandemie, erst mit größerer zeitlicher Verzögerung bemerkbar machen. Es wird im Wesentlichen von der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland abhängen, ob und wie stark sich die Pandemie auf dem Wohnimmobilienmarkt in Deutschland auswirken wird. Für 2020 ist ein Ende der Preisrallye nicht abzusehen.

 

Quelle: Text und Bild Sprengetter Immobilienbewertung

 

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